Was wir an der Knoblauch-Knolle lieben und Vampire nicht

Schon seit Jahrhunderten ranken sich Mythen und Legenden um die Knoblauch-Knolle. Vampire fürchteten sie bekanntermaßen, und sogar die Pest sollte mit der Knoblauchpflanze bekämpft werden. Was macht diese tolle Knolle also so besonders?

Knoblauch als Heilmittel – auch gegen Vampire

Vor der Entdeckung des Penicillins wurde die Knoblauch-Knolle zur Behandlung bakterieller Krankheiten eingesetzt. Und das mit gutem Grund: das im Knoblauch enthaltene Allicin kann mit keimtötenden Eigenschaften sogar heute noch ordentlich punkten. Die Schwefelverbindung sorgt allerdings auch für den typischen Geruch und den Geschmack der Pflanze – weshalb Knoblauch für Vampire auch so abschreckend sein dürfte. Angeblich haben die Blutsauger schließlich sehr sensible Nasen und können den starken Geruch einfach nicht ertragen. Außerdem wirken einige Enzyme im Knoblauch blutverdünnend – und das verdirbt den fangzähnigen Räubern vermutlich gründlich den Appetit. Wir Menschen sollten allerdings ordentlich zuschlagen – denn die Blutverdünnung beugt Blutgerinnseln und Thrombosen sowie Schlaganfällen vor.

Für einen unbesorgten Schlaf…

Vor Vampiren müssen wir uns offenbar nicht mehr fürchten; da können wir also getrost von der schlaffördernden Wirkung des Knoblauchs Gebrauch machen. Drei rohe Knoblauchzehen aufgeschnitten auf einem Teller ans Bett stellen: der Geruch sorgt für erholsamen Schlaf und verkürzt die Einschlafzeit.

Heilige Knolle im alten Ägypten

Vielleicht haben die alten Ägypter die erholungsfördernde Wirkung des Knoblauchs damals auch etwas überschätzt: sie gaben ihren Pharaonen jedenfalls Knoblauch als Grabbeigabe mit auf den letzten Weg. Vielleicht taten sie es auch einfach, weil die Pflanze als heilig galt. Selbst die Pyramidenarbeiter streikten, wenn ihnen eine Kürzung ihrer täglichen Knoblauchration drohte: schließlich sollte sie als Energielieferant die Gesundheit und Stärke der Arbeiter erhalten. Und die werden sie wohl auch dringend gebraucht haben….

Mit Knoblauch ins Bett

Mit kolossalen 75 % führt heute das ferne China die Knoblauch-Weltproduktion an. Das könnte vielleicht mit der aphrodisierenden Wirkung zu tun haben, die man der Pflanze dort nachsagt… man sollte also bestenfalls auch ein praktisches Mittel zu Hand haben, um den typischen Knoblauchgeruch wieder loszuwerden – sonst wird es nichts mit dem Schäferstündchen! Ein Glas Milch unterbindet angeblich die Ausbreitung der Schwefelstoffe, während Petersilie oder Pfefferminze den Abbau der Gerüche unterstützen soll. So richtig zuverlässig ist allerdings nur St.Sin: nach dem Knobi-Genuss zerkaut, neutralisiert es den Knoblauchatem komplett. https://www.st-sin.de/kategorie/no2/

Also dann, stürzen Sie sich in die Nacht!