Wann ist ein Mann ein Mann?

Bärte, Holzfällerhemden, Brillen und gesunde Ernährung sind hip – und das nicht ohne Grund. Kluge Männer, die wissen was sie wollen, energisch anpacken können und fest im Leben stehen: das wirkt attraktiv. „Selbstbewusstsein“ ist offenbar ein Wert, der die Geschlechterrollen-Umbrüche überstanden hat, und noch heute als besonders männlich gilt.

Was Frauen heute als „männliche Stärke“ sehen, ist also eher eine starke innere Haltung – und die ersetzt offenbar frühere „männliche Stärken“, wie die Wichtigkeit von Statussymbolen oder dem gesellschaftlichen Rang.

Allerdings kann kein Karohemd und keine vegane Bartpflegelotion dieser Welt eine starke innere Haltung ersetzen. Zeit also für einen kurzen Männlichkeits-Charakter-Check.

Ein Mann übernimmt Verantwortung

… und das nicht nur in der Rolle des Ernährers einer Familie. Er übernimmt Verantwortung für alle seine Handlungen, Äußerungen und Unterlassungen – ohne anderen die Schuld dafür zu geben.

Ein Mann ist authentisch und kennt seine Werte

… und das heißt: Instagram aus, Innenschau an! Wer seine inneren Überzeugungen kennt, kann danach leben und sie nach außen vertreten. Das ist sexy!

Ein Mann kann Gefühle zeigen

… denn nur so bleibt er auch authentisch. Den harten Kerl zu mimen, sieht vielleicht auf ein paar Fotos cool aus – hilft aber nicht beim Finden der eigenen Rolle im Leben.

Ein Mann betrachtet sich als gleichwertig

… gegenüber seiner Partner/in. Gibt er sich als überlegener Macho oder unterlegener Softie, herrscht Ungleichgewicht in der Beziehung – und das sorgt auf Dauer für Spannungen und Streit. 

Ein Mann zeigt Selbstwertgefühl

… anstatt gesellschaftlichen Wert zu zeigen. Statussymbole nutzen sich auf Dauer ab – Selbstvertrauen dagegen nicht. Wer sich selbst vertraut, kann anderen Menschen offen und aufmerksam gegenübertreten – und davon profitieren alle.

Was heißt das alles nun? Ein Mann zu sein, das heißt, auf ganzer Linie Mensch zu sein. Und dasselbe gilt für Frauen. Amen.