Tipps gegen den Kater am Morgen danach

Sie haben das Katerfrühstück und den Stoffwechselspaziergang überstanden – aber Ihre Leber arbeitet im nervenaufreibenden Schneckentempo und der Kater lässt einfach nicht nach. Übelkeit, Kopfschmerzen und co – das hilft Ihnen jetzt:

Bei anhaltenden Kopfschmerzen können Sie natürlich auf ein Schmerzmittel zurückgreifen. Medikamente mit dem Wirkstoff Acetylsalicylsäure sind jetzt am besten geeignet, da sie im Gegensatz zu anderen schmerzstillenden Präparaten, wie beispielsweise Paracetamol, nicht von der Leber abgebaut werden müssen. Die hat schließlich gerade genug zu tun! Leiden Sie neben Kopfschmerzen allerdings auch unter Übelkeit, sollten Sie auf Medikamente besser verzichten.

In Pfefferminzöl können Sie eine natürliche Alternative finden. Der Geruch des Öles entspannt die Muskulatur, Ihre Kopfhaut wird besser durchblutet – ganz ohne Magen oder Leber zu belasten. Geben Sie einfach ein paar Tropfen Pfefferminzöl auf Stirn und Schläfen und massieren Sie sie mit leicht kreisenden Bewegungen ein. Schon 15 Minuten nach der Anwendung setzt die wohltuende Wirkung des Öls ein.

Kein Öl im Haus und der Gang zur Apotheke ist zu weit? Ein Beutel mit Eis oder ein kalter Waschlappen können auch schon kleine Wunder wirken und den Kopfschmerz beruhigen.

Gegen Schwindelgefühl und Übelkeit hilft übrigens auch Ingwertee – denn er wirkt anregend auf die Magensaftbildung und beruhigt das Nervensystem. Falls Sie zusätzlich unter Sodbrennen leiden, sollten Sie allerdings versuchen, die aufsteigende Magensäure zu binden – nehmen Sie einen Esslöffel trockene Haferflocken zu sich oder trinken Sie ein Glas Milch. Eine bekömmliche Portion Porridge mit Quark bietet sich hierfür bestens an.

Auch ein ausgiebiges, entspannendes Wannenbad klingt verlockend – ist für den Kreislauf allerdings eine zusätzliche Belastung. Am besten erfrischen Sie sich mit einer lauwarmen Dusche und einem belebenden Duschgel, z. B. mit Lavendel, Limone oder Rosmarin. Für Fortgeschrittene: Wechselduschen mit abwechselnd warmem und kaltem Wasser – den kalten Wasserstrahl dabei von den Füßen nach oben führen. Das regt den Kreislauf ordentlich an – und die Wirkung hält eine ganze Weile an!

Das sogenannte Konterbier als Anti-Kater-Mittel sollten Sie übrigens unbedingt im Schrank stehen lassen: Wenn Sie den Kater mit Alkohol bekämpfen, lindern Sie zwar kurzfristig Ihre Beschwerden, belasten allerdings Ihre Leber zusätzlich – und das Dicke Ende kommt zum Schluss.

Dann lieber Zähne zusammenbeißen und durchhalten – den Rest erledigt die Zeit für Sie. Für den Abbau eines Bieres braucht Ihr Körper ungefähr zwei Stunden – je nach Ausmaß Ihrer Zeche können Sie sich also auf einen langen Tag einstellen. Immerhin: den blinden Passagier ihres Katers, die verräterisches Fahne, werden Sie am schnellsten los – einfach eine St. Sin einnehmen, und wenigstens Ihr Atem verhält sich, als sei nichts gewesen…