Shisha- vs. Zigarettentabak – Das Duell geht in eine neue Runde

Der Aufschrei in der Netzgemeinde war groß, als die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler, den neuen Drogen- und Suchtbericht im Sommer dieses Jahres vorstellte. Vor allem aus den Reihen der Shisha-Raucher und Gegner wurde sich ein heftiger Schlagabtausch geliefert. Ewige Streitfrage ist hier, in wie weit das Rauchen einer Shisha weniger, gleich oder sogar schädlicher ist als das Rauchen von gewöhnlichen Zigaretten. Eines vorweg, die Faktenlage ist zum Thema Shisha-Rauchen und möglichen dauerhaften Schädigungen noch sehr überschaubar.

Nichtsdestotrotz ist das für den Einen oder Anderen kein Hindernis, sich positiv zum Shisha-Konsum zu äußern. Ähnliches findet man auch oftmals in seinem persönlichen Umfeld wieder. Als (Zigaretten) Raucher ist man geächtet und die „guten“ Ratschläge, doch endlich mit dem Rauchen aufzuhören, finden einfach kein Ende.

Wenn es dann aber darum geht, den Abend in der Shisha-Bar zu verbringen und dort gemeinsam an einer Shisha zu rauchen, sind die vorherigen Bedenken jedoch plötzlich verschwunden, denn eine Shisha sei ja angeblich lange nicht so schädlich, wie das Rauchen der verpönten Zigarette.

Wenn man dann allerdings einen Blick in den aktuellen Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung wirft, vergeht dem Einen oder Anderen wohl die Lust auf die Shisha-Pfeife. Dort wird nämlich davor gewarnt, dass das Ganze doch nicht so harmlos ist – ganz im Gegenteil. Pro Shisha-Sitzung konsumiert der Shisha-Raucher laut Bericht die Menge von 100 bis 200 Tabak-Zigaretten.

Shishas – Vom Trend zum beliebten Gebrauchsgegenstand, auch bei eigentlichen Nicht-Rauchern

Früher waren Reisen in den türkischen und arabischen Raum nicht sonderlich häufig. Mit der Einführung des Pauschalurlaubs und den stabilen und erschwinglichen Preisen von Flugreisen hat sich das Reiseverhalten jedoch gravierend geändert. Die Menschen besuchen öfter vormals „exotische“ Länder und kommen mit deren Kultur und Bräuchen in Kontakt. Darüber hinaus kamen und kommen Menschen aus dem orientalischen Raum nach Deutschland und bereichern die hiesige Kultur mit Neuerungen und Unbekanntem. So kamen neue Speisen, Getränke und auch die Shisha nach Deutschland. Vor allem türkisch- bzw. arabisch-stämmige Menschen wollten auch hier nicht auf das Rauchen der Shisha verzichten – gilt sie doch als Symbol für Geselligkeit und Gastfreundlichkeit.
Die Folge dessen war, dass sich vor allem in den Großstädten sog. Shisha-Bars beziehungsweise Shisha-Cafés immer weiter ausbreiteten und sich noch heute steigender Beliebtheit erfreuen. Mittlerweile gibt es das Grundprinzip dieser Wasserpfeifen in allen erdenklichen Größen und auch verschiedensten Formen.

Faktenlage zum Thema „Schädlichkeit von Shisha-Rauch“ dünn, aber dennoch alles andere als unbedenklich

Auch wenn es weit weniger Untersuchungen und Tests sowie Langzeitstudien im Vergleich zum Zigaretten-Rauchen gibt, so ist dennoch unstrittig, dass das Rauchen einer Shisha nicht völlig unbedenklich ist. Das Argument vieler Befürworter, dass der Rauch einer Shisha, im Gegensatz zu dem einer Zigarette, völlig unbedenklich oder gar harmlos sei, ist völlig überholt.

Verblüffend, denn wie oft musste man sich von Nichtrauchern anhören, dass Zigaretten schädlich sind und genau diese Menschen dann beim Rauchen einer Shisha ertappen. Schuld am Irrglauben der Unschädlichkeit von Shisha-Pfeifen war in erster Linie das Image einer „Natürlichkeit“. Denn bei der Shisha wurde suggeriert, dass es sich um „natürliche Zutaten“ handelt, allen voran die diversen fruchtigen Geschmacksrichtungen.

Der milde Geschmack der Wasserpfeife ist durch die verschiedenen Frucht-Extrakte gut verträglich, in dem beispielweise ein typisches Kratzen im Hals ausblieb.

Als zweites großes Argument wird immer wieder gern die Filterung durch das Wassergefäß genannt. Angeblich werden alle bzw. fast alle schädlichen Stoff im Wasser gelöst und man atmet nichts weiter als Wasserdampf ein. Das stimmt keineswegs, denn eine Wasserfilterung tritt in der Praxis so gut wie gar nicht ein und ist schlichtweg ein Mythos.

Daran ändert auch die Einfärbung des Wassers im Bodengefäß (Bowl) rein gar nichts, denn hier sind nur ein Bruchteil der enthaltenen Stoffe ausgefiltert worden.

Wasserpfeifenkohle und Shisha-Tabak ebenfalls nicht unschädlich

Grundsätzlich gilt es zwei Arten von Kohle zu unterscheiden, die den Shisha-Tabak verdampfen. Die klassische Wasserpfeifenkohle (Fahma) besteht im Wesentlichen aus Holzkohle. Alternativ gibt es sog. „Naturkohle“, die zumeist aus gepressten Kokosnussschalen besteht, zum Teil aber auch aus verschiedenen Baumhölzern. Aus gesundheitlicher Sicht ist hier in beiden Fällen das Problem, dass beim Verbrennungsprozess – ganz gleich welcher Kohlesorte – das extrem schädliche Kohlenmonoxid entsteht und mit jedem Zug in relativ hoher Konzentration mit dem Tabakgemisch eingeatmet wird. Im schlimmsten Falle droht bei einem übermäßigen Konsum sogar eine Kohlenmonoxid-Vergiftung.

Häufig wird auch mit dem Etikett „0% Teer“ oder „100% teerfrei“ geworben. Das ist schlichtweg ein Irrglauben. Befürworter bringen hier wieder die reinigende Wirkung des Wassers ins Spiel (s. o.) bzw. deklarieren den speziellen Shisha-Tabak als „teerfrei“. Das ist rein chemisch und physikalisch nicht möglich, denn Teer entsteht immer dann, wenn Tabak erhitz wird – sei es nun in der Zigarette oder in der Shisha.

Und nicht zuletzt, der spezielle Tabak für die Shisha ist ebenfalls nicht ohne. Sein fruchtiger Geschmack täuscht oftmals darüber hinweg, dass es sich eben nicht um reines oder natürliches Produkt handelt. Genau wie bei Zigaretten sind dem Shisha-Tabak dutzende Zusatzstoffe beigegeben. Im Schnitt befinden sich mindestens 82 schädliche Stoffe und Substanzen im Shisha-Tabak, darunter ist gut ein Viertel im Verdacht stehend oder erwiesenermaßen krebserregend.

Fazit: Zigaretten und Shisha schädigen Menschen gleichermaßen, wenn auch in unterschiedlicher Form. Darüber hinaus verursacht der Shisha-Tabak noch ein ganz anderes Problem

In den bisherigen wenigen Studien zum Shisha-Konsum wurde festgestellt, dass beim Rauchen der Shisha eine wesentlich höhere Menge Nikotin ins Blut gelangt als es bei gewöhnlichen Zigaretten der Fall ist. Die Folge hier, auch eigentliche Nichtraucher kommen mit Nikotin und dessen süchtig-machender Wirkung in Kontakt.

Daneben werden mit der Shisha weit höhere Mengen an Kohlenmonoxid konsumiert, als es bei einer Zigarette der Fall ist. Darüber hinaus unterscheidet sich die Zusammensetzung von Zigaretten- und Shisha-Tabak zwar, dennoch sind die beigemischten Zusatzstoffe bei beiden Sorten ein Problem. In Teilen sind die Beigaben mehr als bedenklich für die eigene Gesundheit.

Weiterhin ergeben sich beim Gebrauch der Shisha-Pfeife noch ganz andere Probleme als bei dem von Zigaretten. Durch das ständige Herumgehen der Mundstücke besteht eine erhöhte Gefahr, sich mit anstecken Krankheiten wie Herpes, Grippe/Erkältung oder aber Tuberkulose zu infizieren. Der Hygiene kommt beim gemeinsamen Shisha-Rauchen somit eine besondere Bedeutung zu.

Nicht zuletzt ergibt sich auch noch das Problem eines schlechten Atems. Genau wie beim Konsum von Zigaretten tritt auch hier ein typischer Tabakatem auf, in diesem Fall ein typischer Shisha-Atem. Der fruchtige Geschmack vieler Tabaksorten täuscht darüber hinweg, dass nach dem Shisha-Rauchen ein hässlicher Tabak-Atem zurückbleibt.

Zumindest bei diesem Problem gibt es eine einfache und bequeme Lösung. ST. SIN N°3 neutralisiert schnell und zuverlässig den üblen Tabakatem. Ganz egal ist dabei, ob dieser von gewöhnlichen Zigaretten stammt oder nach dem Gebrauch einer Shisha auftritt. In beiden Fällen einfach das Bonbon ST. SIN N°3 im Mund zerkauen, 30 Sekunden abwarten und der Shisha-Atem ist verschwunden.

1 Drogen und Suchtbericht 2016: http://www.drogenbeauftragte.de/fileadmin/dateien-dba/Presse/Pressemitteilungen/Pressemitteilungen_2016/Drogenbericht_2016_web.pdf