Liebe geht durch die Nase

Unsere ganz persönliche Duftwolke umweht uns in einem Radius von ein bis zwei Metern. Gut so, denn unser persönlicher Geruch spiegelt unser genetisches Profil wieder und ist damit ein entscheidender Faktor bei der Partnerwahl. In dieser Hinsicht sind wir ziemlich unbewusst unterwegs – ob wir unser Gegenüber „gut riechen“ können, entscheidet unser Gehirn leider allein, ohne uns zu fragen. Es bevorzugt dabei Geschlechtspartner mit einer 75%igen Unterschiedlichkeit zu unserem eigenen genetischen Profil, denn das begünstigt die Zeugung von gesundem und immunstabilem Nachwuchs.

Was auch immer wir meinen, über unser Gegenüber sagen zu können – dass sie eine angenehme Stimme oder ein einnehmendes Wesen hat, von ihren Brüsten ganz zu schweigen – ist also leider durch unseren Geruchssinn bereits vorbelastet.

Was können Sie jetzt also überhaupt noch tun?

An Ihren eigenen Genen können Sie nichts drehen – bedanken Sie sich an dieser Stelle einfach bei Ihren Eltern. Sie können allerdings dafür sorgen, dass Ihre ganz eigene Duftnote besonders gut zur Geltung kommt – vor allem Schweiß transportiert Ihren persönlichen Lockstoff. Dieser sollte idealerweise frisch sein, denn die auf der Haut lebenden Mikroorganismen zersetzen schon nach kurzer Zeit die im Schweiß enthaltenen Fettsäuren, wodurch der typische unangenehme Geruch entsteht – da kann auch das beste genetische Profil nicht mehr glänzen.

Achten Sie also auf gute Körperhygiene und duschen Sie alle 1-2 Tage (nicht zu viel des Guten – denn das zerstört die natürliche Schutzbarriere Ihrer Haut, und Juckreiz oder Ausschlag sind schließlich auch nicht das Mittel der Wahl bei der Partnersuche). Verzichten Sie auf ein Übermaß künstlicher Duftstoffe, die Ihren eigenen Duft überlagern könnten – verwenden Sie stattdessen parfümfreie Pflegeprodukte und geruchsneutrale Deodorants.

Das gilt auch, wenn Sie zuvor Produkte konsumiert haben, die sich stark auf Ihren Körpergeruch auswirken – wie Zigaretten, Alkohol oder Knoblauch. Insbesondere nach einer durchzechten Nacht schwitzen Sie noch am Folgetag Alkohol(geruch) aus – achten Sie nun also auf eine besonders gründliche Körperpflege und greifen Sie für einen unverfälschten, frischen Atem zu Hilfsmitteln, die den unangenehmen Geruch nicht zusätzlich überlagern, sondern neutralisieren, so wie ST. SIN. Frisch und natürlich – da freuen sich alle 350 verschiedenen Geruchsrezeptoren in
der Nase Ihres Gegenübers.

P.S. Falls Sie immer noch nicht überzeugt sind: sogar Spermien haben Duftrezeptoren, die speziell auf das Vaginalsekret reagieren. Damit dürfte nun alles gesagt sein.