Die Bedeutung von Alkohol in verschiedenen Trinkkulturen

Mit dem Alkohol ist es so eine Sache. Einerseits sorgt er für ein gewisses Wohlbefinden und ist aus unserer Kultur kaum wegzudenken. Anderseits hat er auch seine Schattenseiten und bringt mitunter ernsthafte Erkrankungen und fragwürdige menschliche Verhaltensweisen mit sich. Alkohol ist jedoch auch das älteste Genussmittel der Welt. In vielen Gesellschaften sind mit ihm auch bestimmte Riten verbunden.

Der Begriff der Trinkkultur

Unter dem Begriff „Trinkkultur“ wird in erster Linie das Herstellen, das Trinken und das Anbieten (darbieten) von Genussmitteln verstanden. Unter die Genussmittel fällt dabei im eigentlichen Sinne nicht nur Alkohol, sondern beispielsweise auch Tee, Kakao und Kaffee. Allerdings wird in unserem Kulturkreis der Begriff Trinkkultur am ehesten im Zusammenhang mit Alkohol gebraucht. Dieser umfasst jedoch nicht nur die reine Aufnahme alkoholischer Getränke, sondern auch die damit verbundenen Rituale und Zeremonien. Daher entstand so analog zum Begriff der Esskultur im Laufe der Zeit der eigenständige Begriff der Trinkkultur.

Bedeutung von Alkohol in verschiedenen Kulturen

Der Soziologe Wolf Wagner unternahm den Versuch, die Bedeutung des Alkohols in verschiedenen Ländern bzw. Kulturen und dessen Häufigkeit der Verwendung zu kategorisieren. Vor allem die kulturelle Prägung und spezifische historische Entwicklungen in einzelnen Gesellschaften sorgen dafür, dass im Laufe der Zeit eine Reihe unterschiedlichster Trinkkulturen entstanden sind.

kulturelle Ausprägungen von Trinkkulturen

  • alkoholexzessive Kulturen
  • alkoholpermissive Kulturen
  • alkoholexeptionelle Kulturen
  • alkoholprohibitive Kulturen
  • alkoholdeterminierte Kulturen

In alkoholexzessive Kulturen gilt der Konsum hoher Alkoholmengen als Norm. Hier wird vor allem Hochprozentiges konsumiert. Der Rauschzustand gilt in diesen Kulturen als besonders „männlich“ und „stark“. Dies trifft vor allem auf die slawischen Länder, also Osteuropa und Russland zu.

Alkoholpermissive Kulturen hingegen konsumieren zwar regelmäßig Alkohol, dies aber in geringen Mengen. So gehört beispielsweise in Ländern des südlichen Europas, aber auch in Frankreich, das Glas Wein ganz selbstverständlich bei der Einnahme einer Hauptmahlzeit dazu. Alkohol ist hier ein Alltagsgetränk, wenngleich auch nur in sehr geringen Konsummengen. Andererseits fällt unter eine alkoholpermissive Kultur auch der unregelmäßige, dann aber teils übermäßige Konsum von Alkohol. In Skandinavien wird Alkohol beispielsweise überwiegend am Wochenende oder zu bestimmten Festen konsumiert. Dann allerdings zum Teil auch in sehr hohen Mengen.

In alkoholexeptionellen Kulturen wird Alkohol nur zu sehr seltenen und auch nur zu bestimmten Anlässen konsumiert. Die Mengen halten sich dabei auch in sehr engen Grenzen. Aufgrund der stark religiösen Prägung der jüdischen Kultur fällt diese beispielsweise darunter.

In alkoholprohibitiven Kulturen ist der Genuss von Alkohol, wie der Begriff prohibitiv schon vermuten lässt, grundsätzlich untersagt. Es herrscht ein generelles Verbot von Alkohol. Einzige Ausnahme ist die Verwendung als Medizin. Auch hier spielt die Religion eine tragende Rolle. Vor allem islamische Länder sind alkoholprohibitive Kulturen.

Zu den alkoholdeterminierten Kulturen zählt unter anderem Deutschland. Alkohol spielt in der Alltagskultur eine tragende Rolle. Sehr viele Anlässe sind hierzulande von einem lockeren Umgang mit Alkohol geprägt. Egal ob Geburtstag, Taufe, Hochzeit oder der Einstand in Sportverein oder der neuen Firma – fast jeder Anlass wird genutzt, um Alkohol zu konsumieren. Alkoholgenuss und Trunkenheit werden weitgehend gebilligt, sofern ein gewisses Maß nicht überschritten wird. Neben Deutschland zählen vor allem Österreich, die Niederlande und die Schweiz zu einer alkoholdeterminierten Kultur.

Soziale Aspekte der Trinkkultur

Alle Kulturen verbinden mit dem Konsum von Alkohol bestimmte Regeln und Verhaltensweisen. Vor allem die Trink-Normen geben vor, wann, mit wem, wovon und wieviel getrunken wird. Da der Genuss von Alkohol als „soziale Aktivität“ betrachtet wird, welche vor allem dem Knüpfen und Pflegen sozialer Kontakte dient, wird der einsame Konsum von Alkohol (solitary drinking) kulturübergreifend ablehnend betrachtet. Hier wird schnell der Schluss gezogen, dass Alkohol nicht aus Gründen des Genusses, sondern aus Gründen einer etwaigen Abhängigkeit heraus konsumiert wird. Des Weiteren ist es Usus, Alkohol bzw. alkoholhaltige Getränke miteinander zu teilen, als Zeichen sozialen Handelns. Wer Alkohol hingegen allein konsumiert, wird schnell als unsozial gebrandmarkt.

In der Sozialwissenschaft wird darüber hinaus nach integrierter Trinkkultur und ambivalenter Trinkkultur unterschieden. Der erste Fall umschreibt Alkohol als einen festen Bestandteil des Alltags, beispielsweise das Glas Wein zum Mittag, wie es in vielen südlichen Ländern üblich ist. Hier wird ohne besonderen Anlass Alkohol konsumiert, allerdings in Maßen. Im Falle der „ambivalenten Trinkkultur“ erfolgt der Genuss von Alkohol aus einem Anlass heraus. Hier wird unregelmäßig oft Alkohol konsumiert, dann allerdings auch in größeren Mengen.

Symbolik und Status innerhalb einer Trinkkultur

Der Konsum von bestimmtem Alkohol, beziehungsweise die Art des Getränkes, kann allerdings auch eine symbolische Bedeutung haben oder ein Indikator des gesellschaftlichen Status sein. So wird beispielsweise Champagner gegenüber Sekt als hochwertiger betrachtet und nur bei sehr besonderen Anlässen geöffnet – obwohl es letztendlich das gleiche Produkt ist. Sekt bzw. Champagner haben wiederum einen eher formellen und offiziellen Charakter, wo hingegen Spirituosen eher bei privaten, informellen Anlässen konsumiert werden.

Weiterhin gilt Wein in Europa zumeist als Getränk der Mittelschicht. In Frankreich impliziert der Konsum von Wein hingegen keinen besonderen sozialen Status, denn hier gilt dieser als Alltagsgetränk. Gelten hierzulande Bier und (günstige) Spirituosen eher als Getränke der unteren Schichten, so gilt in Frankreich wiederum Importbier als Statussymbol.

Nicht zuletzt steht ein bestimmtes alkoholisches Getränk teils auch stellvertretend für eine nationale Identität. So steht beispielsweise Ouzo für Griechenland, Wodka für Polen bzw. Russland und Whisky für Schottland. Es handelt sich somit um eine Art Nationalgetränke, das zugleich ein Land repräsentieren kann.

Trinkkultur hin oder her, ein Problem bleibt immer zurück

Obwohl der Konsum von Alkohol in den meisten Gesellschaften gang und gäbe und mehr oder weniger ein Kulturgut ist, so bleibt ein Problem am Ende immer bestehen: das der lästigen Alkoholfahne nach dem Konsum eines alkoholischen Getränks. Je nach Art des Getränks tritt diese dann in unterschiedlich starker Ausprägung auf. Gut, dass es dafür ein kulturunabhängiges Mittel gibt, dass der Alkoholfahne den Garaus macht. ST. SIN N°1 wirkt in jedem Land der Welt und bei jeder Art von alkoholischem Getränk schnell und zuverlässig. Die lästige Alkoholfahne wird mit Hilfe von ST. SIN N°1 innerhalb von 30 Sekunden neutralisiert – uns das dauerhaft. Na dann, zum Wohl!, beziehungsweise Skål, Cheers!, Santé!, Jámas! oder auch Salud!.